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Von Flensburg in die Südsee

Vom 10. Bis zum 17. Juni 2017 fand der diesjährige Ostseetörn des PSV Unna der Abteilung Segeln statt. 12 Vereinsmitglieder segelten auf zwei Charteryachten von Flensburg aus die deutsche Ostseeküste entlang und machten erfolgreich die Dänischen Hoheitsgewässer unsicher. Für alle Mitsegler wurde der Törn ein voller Erfolg, der neben einem hohen Spaßfaktor und viel Geselligkeit auch Praxiserfahrung für Inhaber und Anwärter auf den SKS im diesjährigen Ausbildungsjahr vermittelte. Die beiden Skipper Lothar und Ralf steuerten die Boote zielsicher durch die Ostseegewässer und konnten sich dabei auf ihre Mannschaften voll verlassen.

Tag 1: Anreise (Flensburg)

Am ersten Tag wurden die beiden Boote Ilona und Ludmila als baugleiche Typen Hanse 385 übernommen und sofort ausgerüstet. Dies umfasste eine Plünderung nahegelegener Supermärkte ebenso wie die Beschickung der Yachten mit jeder Menge Gepäck der Reisemannschaften. Da das Einkaufen für die zu 100% männlichen Crews sehr anstrengend war, durften sie sich am Abend gemeinsam bei einem Essen in Flensburg für das Auslaufen am nächsten Tag stärken.

Tag 2: Flensburg – Maasholm

Durch den günstigen südwestlichen Wind steuerten die Boote im Regattamodus am ersten Tag die deutsche Ostseeküste an und verließen bei achterlichen Winden die Flensburger Förde, um nach der Passage der Geltinger Bucht auf Südkurs den geschützten Hafen von Maasholm anzulaufen. Der Einlauf in das enge Fahrwasser der Schlei war dabei kein Problem und die Mannschaften konnten sich während des Tages mit den Booten vertraut machen.

Tag 3: Maasholm – Laboe

Aufgrund des aufkommenden stärkeren Windes wurde die Idee, bis Heiligenhafen zu segeln, zugunsten des Ziels Laboe verworfen. Der neue Kurs unter Land bot mehr Schutz vor sich möglicherweise ändernden Wetterlagen und Sicherheit geht immer vor. Nach der Ankunft in Laboe, welche von etwas Regen begleitet wurde, nutzen die Crewmitglieder die Zeit zum Besuch des Ortes oder zur Besichtigung des U-Boot-Museums. Die Enge der Metallröhren aus dem zweiten Weltkrieg ließ den Komfort der gecharterten Yachten gleich in einem völlig neuen Licht erscheinen.

Tag 4: Laboe – Marstal

Günstige Westwinde und starker Seegang machten die Überfahrt von Laboe zum Dänischen Ort Marstal auf der Insel Ærø zu einem echten Erlebnis. Die hohen Wellen wurden professionell abgeritten und trotz mancher Nachteile der etwas schwerfälligen Handhabung der Hanse 385 Serie zeigten die Boote ihr doch hohes Geschwindigkeitspotential.

 

 

Auch an diesem Tag galt: Sicherheit zuerst und der Umgang mit der Lifeline gehörte zum Standard der Crews. Den sonnigen Abend in Marstal ließen die Segler mit einem gemeinsamen Grillen ausklingen, wobei die glühende Restkohle danach noch anderen Gästen „gespendet“ wurde, um deren Fleisch gut durchzubrutzeln.

Tag 5: Marstal – Lyø

Die Umsegelung der südlichen Küste von Ærø gestaltete sich am nächsten Tag noch einfach, der auf Nordwest drehende Wind machte jedoch das Aufkreuzen in Richtung der nördlich gelegenen Insel Lyø nahezu unmöglich und als dann der Wind noch nachließ, mussten die Segel eingeholt und der Motor angeworfen werden. Unter Maschinenkraft passierten die Yachten den Leuchtturm von Skovby und konnten dann die Segel wieder hissen, um Lyø von Osten aus anzufahren. Hier konnten die SKS Anwärter live erleben, wie in dichtem Verkehr durch Berufsschifffahrt optimal zu navigieren ist. Durch das Einlaufen der Boote wurde die Zahl der Einwohner von Lyø um mehr als 20% erhöht und die lokale Wirtschaft im Dorfladen kräftig angekurbelt.

Tag 6: Lyø – Langballigau

Auf der Fahrt von Lyø zurück in die Flensburger Förde schalteten beide Boote voll auf den Regattamodus. Im Fokus stand die Einhaltung des optimalen Kurses bei fordernden Windverhältnissen bei der Umrundung von Gammel Pøl. Nachdem die Yachten in die Flensburger Förde eingebogen waren, wurde der Leuchtturm von Kalkgrund angefahren und auf Vorwindkurs ging es in den Hafen von Langballigau. Hier lagen die Boote im Päckchen. Dies ermöglichte ein leichtes „Übersetzen“ der Mannschaften zu einer spontanen Geburtstagsfeier für ein Crewmitglied um Mitternacht.

Tag 7: Langballigau – Flensburg

Am letzten Tag des Törns unter Segeln kreuzten beide Boote zurück nach Flensburg. Die Boote wurden am Zielhafen wieder aufgetankt und die Mannschaften bereiteten die Yachten auf die Rückgabe vor. Am Abend ließen alle Teilnehmer den Törn im Brauhaus gesellig ausklingen und besichtigten danach den Clipper Johann Smidt, der am Pier von Flensburg festgemacht hatte und auf dem ein Mitglied des PSV Unna eine Ausbildung als Steuermann von Traditionsschiffen erhält.

Tag 8: Abreise (von Flensburg)

Allzu schnelles Vorankommen auf der Heimreise, diesmal per Auto und nicht auf dem Boot, verhinderte eine Reihe von Vollsperrungen, welche die Straßenmeistereien schnell noch als Hindernisse für die Crews aus dem Hut gezaubert hatten. Aber auch diese navigatorischen Herausforderungen wurden von den Mannschaften problemlos gemeistert.

Insgesamt war der Törn ein voller Erfolg und der Dank der Crews gilt den beiden Skippern und den Teilnehmern für den hohen Spaßlevel, die sehr gute Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung. Allen wird der Törn sicher noch lange und mit Freude in Erinnerung bleiben und ein Nachtreffen ist bereits angedacht.

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