DSC_1.jpgDSC_3.jpgDSC_5.jpgDSC_6.jpgDSC_8.jpg

 

Lizenzen zum Segeln

Eine kleine Zusammenstellung der Regelungen

Nachfolgend eine kleine Zusammenstellung der Regelungen für die offiziellen deutschen Segelscheine. Der eine oder andere wird jetzt fragen: „Und was ist mit den Scheinen des DSV?“. Es gibt sie noch, den A oder BR-Schein. Der DSV nimmt die Prüfungen aber nach den gleichen Bedingungen ab wie für die äquivalenten staatlichen Scheine. Das heißt, der Prüfungsumfang für einen BR-Schein ist heute der gleiche wie der für den SKS, somit gibt es keinen Grund einen BR-Schein zu erwerben.

 

Jüngstensegelschein

Was ist der
Jüngstensegelschein

Befähigungsnachweis zum Führen von altersgerechten Segelbooten unter fachkundiger Aufsicht und unter den vorgeschriebenen räumlichen und zeitlichen Grenzen sowie zur Teilnahme an Regatten, welche für Jüngstensegelscheininhaber ausgeschrieben sind.

Gültigkeit

Der Jüngstensegelschein wird mit Vollendung des siebzehnten Lebensjahres ungültig.

Voraussetzungen

– Vollendung des siebenten Lebensjahres und bis zur 
   Vollendung des vierzehnten Lebensjahres
– Zustimmung der gesetzlichen Vertreter
– Deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze
   beziehungsweise 15 Minuten Dauerschwimmen 
   im schwimmtiefen Wasser

Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen)

Pflicht

Für alle Boote, die mit einem Motor von mehr als 11,03 kW (15 PS) ausgestattet sind.

Gültigkeit

Binnenreviere (Seen und Flüsse wie Rhein, Mosel und Donau, sowie alle anderen Gewässer oberhalb der Seegrenze)

Voraussetzungen

„unter Segel“: ab dem 14. Lebensjahr

„unter Motor“: ab dem 16. Lebensjahr

Prüfungsthemen

Theoretischer und praktischer Teil

Prüfungsstelle

Prüfungskommission eines Prüfungsausschusses (Motor Yacht-Verband und Deutscher Segler-Verband)

Prüfungsausschuss Bochum
www.dsv-pa-bochum.de

Bemerkungen

Der Besitz des SBF See befreit von der praktischen Prüfung im Teil „unter Motor“

 

Sportbootführerschein See (SBF See)

Pflicht

Auf den Seeschifffahrtsstraßen der BRD für Boote mit einem Motor mit mehr als 11,03 kW (15 PS) – gleichgültig ob der Motor benutzt wird oder nicht.

Gültigkeit

Seeschifffahrtsstraßen

Voraussetzungen

 

Prüfungsthemen

Theorie und Praxis: Navigation, Gezeiten, Seemannschaft, Wetter, Gesetze

Prüfungsstelle

Prüfungsausschuss Rhein-Ruhr
www.dsv-pa-rhein-ruhr.de

Bemerkungen

 

 

Sportküsten-Schifferschein (SKS)

Pflicht

Freiwillig (Befähigungsnachweis für das Führen von Yachten in Küstengewässern)

Gültigkeit

12 Seemeilen von der Küste

Voraussetzungen

SBF See

Für die Zulassung zur praktischen Prüfung ist ein Nachweis von 300 Seemeilen auf Yachten im Seebereich erforderlich

Prüfungsthemen

Wetterkunde, Navigation, Schifffahrtsrecht, Seemannschaft in Theorie und Praxis

Prüfungsstelle

Prüfungskommission eines Prüfungsausschusses (Motor Yacht-Verband und Deutscher Segler-Verband)

Prüfungsausschuss Bochum
www.dsv-pa-bochum.de

Bemerkungen

 

 

Sportsee-Schifferschein (SSS)

Pflicht

Freiwillig

Gültigkeit

30 Seemeilen von allen Küsten

(Ost- und Nordsee, Mittelmeer, Englischer Kanal, Bristolkanal, schottische See, Schwarzes Meer)

Voraussetzungen

SBF See

1000 Seemeilen auf Yachten im Seebereich, mit SKS nur 700 Seemeilen.

Prüfungsthemen

Theorie und Praxis in Wetterkunde, Navigation, Schifffahrtsrecht , Seemannschaft sowie zusätzlich der sichere praktische Umgang mit Elektronik (auch die Handhabung des Radars)

Prüfungsstelle

Zentrale Verwaltungsstelle im
Deutschen Segler-Verband, Hamburg

Bemerkungen

 

 

Sporthochsee-Schifferschein(SHS)

Pflicht

Freiwillig

Gültigkeit

weltweite Fahrt

Voraussetzungen

SSS

weitere 1000 Seemeilen nach der Prüfung zum SSS

Prüfungsthemen

theoretische Prüfung in den Teilen Wetterkunde, Navigation (alle Navigationsverfahren einschl. der astronomischen), Schifffahrtsrecht.

keine praktische Prüfung

Prüfungsstelle

 

Bemerkungen

Nach Erwerb des SHS kann der Inhaber einen zusätzlichen praktischen Katalog abarbeiten. Dazu gehören Drahtspleißen, Manöver mit großen Yachten und Ähnliches mehr. Dadurch kann man das Befähigungszeugnis zum Führen von Traditionsschiffen(ehemalige Arbeitsschiffe wie Fischereifahrzeuge, Lastensegler oder Feuerschiffe) erhalten.

 

Bodensee-Schifferpatent

Pflicht

A-Patent: Motorboote mit mehr als 4,4 kW (6 PS)

D-Patent:

Segelboote mit mehr als 12 m² Segelfläche

Gültigkeit

Bodensee

Voraussetzungen

A-Patent: ab dem 8. Lebensjahr

D-Patent: ab dem 14. Lebensjahr

Prüfungsthemen

theoretischer und praktischer Teil

Prüfungsstelle

Landratsämter Bodenseekreis: Friedrichshafen, Konstanz, Lindau

Bemerkungen

Das Bodenseeschifferpatent kann ohne zusätzliche Prüfung in den SBF Binnen umgeschrieben werden.

Patent A mit Zusatz „Navigation“ befreit von der praktischen Prüfung beim SBF See.

 

nach oben

Joomla templates by a4joomla